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Die Chemikalie Methyl-tertiär-butylether: Eine Untersuchung und Bewertung des Versicherungsrisikos

40,40€ inkl. MwSt.

    Autor: Rohden, Meinolf
    ISBN: 978-3-86130-442-5
    Auflage: 1
    Seiten: 192
    Einband: Paperback
    Reihe: TGA
    Band: 7

Zum Inhalt

Die sauerstoffspendende Verbindung MTBE (Methyl-tertiär-butylether) wird weltweit in großem Umfang produziert und überwiegend als Antiklopfmittel den Ottokraftstoffen zugesetzt. MTBE, ein Xenobiotika, erhöht die Oktanzahl und führt dabei zu einer Verringerung der Klopfneigung bei Ottomotoren. Ferner dient die Chemikalie in geringen Mengen als Lösemittel in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie in der Medizin als Gallensteinlöser. Durch die Verwendung und den Gebrauch (Jahresverbrauch in der BRD z.Z. 680.000 t) gelangt MTBE sowohl „diffus“ als auch „punktuell“ in die Umwelt. Betroffen sind die Kompartimente Boden, Wasser und Atmosphäre. Durch die ungünstigen MTBE-Stoffeigenschaften (sehr gute Wasserlöslichkeit, hohe Mobilität, schnelle Ausbreitung im Untergrund, relativ geringe Flüchtigkeit aus wässrigen Lösungen, langsamer aerober/anaerober Abbau bzw. geringe mikrobielle Degradation) entstehen im Grundwasser unter Umständen MTBEFahnen mit einer großen Reichweite. MTBE-Drittschäden, besonders Trinkwasserund
Brunnenschäden, können unter ungünstigen geologischen/hydrogeologischen Umständen nicht ausgeschlossen werden. Ob MTBE auch bei geringen Konzentrationen langfristig eine kanzerogene/umwelttoxische Wirkung zeigt, wird z.Z. weltweit kontrovers diskutiert.

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