Druckerei und Verlag Mainz - Aachen

Optimierung der Herstellungsprozesses von Pharmablistern

39,50€ inkl. MwSt.

    Autor: Wolf, Joachim Georg
    ISBN: 978-3-89653-441-5
    Auflage: 1
    Seiten: 170
    Einband: Paperback
    Reihe: IKV
    Band: 102

Zum Inhalt

Die Blisterkarte als Verpackung fester Arzneimittel, wie Tabletten oder Kapseln, schützt das Arzneimittel gegen Substanzverlust sowie gegen die Beeinträchtigung seiner Reinheit und Wirksamkeit. Viele Substanzen, insbesondere Gase, migrieren durch Kunststofffolien. Die Migration ist von den lokalen Permeationskoeffizienten, aber vor allem auch von der Wanddickenverteilung abhängig. Die Permeation kann analog zur Elektrotechnik als Parallelschaltung vieler Einzelwiderstände betrachtet werden. Danach ist der resultierende Gesamtwiderstand (Gesamtbarriere) kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Lokale Dünnstellen an einem Blisterhof reduzieren somit die Barrierewirkung des gesamten Hofes. Um das pharmazeutische Produkt dennoch wirksam gegen die o. a. schädlichen Einflüsse zu schützen, werden entsprechend dicke Ausgangsfolien oder Halbzeuge mit hoher Barrierewirkung eingesetzt. Beide Möglichkeiten führen zu unnötig hohen Kosten. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Optimierung der Wanddickenverteilung an pharmazeutischen Blisterverpackungen. Eine homogene Wanddicke führt direkt zu einer besseren Haltbarkeit des Arzneimittels oder zu einer Reduzierung der erforderlichen Halbzeugmengen. Des weiteren wird ein Weg aufgezeigt, der gleichermaßen für alle Folien und Maschinen zu einer optimalen Abstimmung der wichtigsten Maschinenparameter führt. In diesem Zusammenhang wird ein Überblick gegeben, wie für das Thermoformen wichtige mechanische Kennwerte, wie Reibungs-und Dehnverhalten der Halbzeuge ermittelt werden können. Ein zweiter Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der exakten Einstellung der Halbzeugtemperatur unmittelbar vor dem Umformen. Hierdurch werden auch Potenziale zur Optimierung der Zykluszeit dargestellt. Am Ende aller Optimierungsschritte gelangt das Halbzeug in kürzester Zeit mit der optimalen Temperatur in die Umformstation. Die Ergebnisse der Untersuchungen fließen in einer Simulationsrechnung des Umformprozesses zusammen. Die Auswertung der Rechenergebnisse und der Vergleich mit der Praxis führt letztlich zur Entwicklung einer neuen Verfahrensvariante zur Herstellung von Blisterkarten. Mit dieser neuen Methode lassen sich Blisterkarten mit homogener Wanddicke bei gleichzeitig geringeren Investitions- und Betriebskosten herstellen.

Beurteilungen (0)

Neue Beurteilung

Bitte anmelden oder registrieren um Beurteilung zu schreiben