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Interaktion der Ringspaltverpressung mit dem umgebenden Baugrund und der Tunnelauskleidung

39,50€ inkl. MwSt.

    Autor: Oh, Ju-Young
    ISBN: 978-3-95886-139-8
    Auflage: 1
    Seiten: 200
    Einband: Paperback
    Reihe: GIB
    Band: 13

Zum Inhalt

Vorwort des Herausgebers
Der maschinelle Tunnelbau hat in den letzten zwei Jahrzehnten sehr stark zugenommen. Gründe hierfür sind einerseits die verstärkte Nachfrage nach Infrastrukturen unter der Erde und zum anderen die rasante Weiterentwicklung der Maschinentechnik, die die Auffahrung immer größerer Durchmesser auch in schwierigen und wechselhaften Gebirgsformationen erlaubt, die früher ausschließlich der konventionellen Tunnelbaumethode mit Spreng- oder Baggerbetrieb und Spritzbetonausbau vorbehalten waren. Die Vorteile des maschinellen Tunnelbaus, die in höheren Vortriebleistungen und insbesondere bei langen Tunneln in verbesserter Wirtschaftlichkeit liegen, lassen sich dadurch in weit höherem Maße nutzen als in der Vergangenheit. Bedingt durch den aus steuerungstechnischen notwendigen Überschnitt und die Konizität des Schildmantels sowie den Ausbau mit Tübbingen und dem damit zwangsläufig verbundenen Ringspalt sind Setzungen beim maschinellen Tunnelbau allerdings unvermeidlich. Ihnen kann jedoch wirkungsvoll mit einer angepassten Ringspaltverpressung entgegen gewirkt werden. Die Eigenschaften des verwendeten Mörtels in seiner Interaktion mit dem umgebenden Boden und die Verpresstechnik sind dabei die entscheidenden Größen. Herr Oh untersucht in seiner Arbeit die Wechselwirkung zwischen Ringspaltmörtel und umgebenden Boden und die dabei entstehenden Bodenverformungen mit aufwändigen numerischen Methoden. Das wichtigste Ergebnis ist dabei die Identifizierung eines kritischen Verpressdrucks in bindigen Böden, bei dessen Überschreitung die Setzungen wegen der beginnenden Konsolidierung des Bodens wieder zunehmen. Die von Herrn Oh gefundenen Abhängigkeiten stellen eine gute Basis für weitere vertiefte Untersuchungen dar, um zukünftig die Ringspaltverpressung noch besser den angetroffenen Bodenverhältnissen anzupassen. Herr Oh hat seine Dissertation im Rahmen eines DAAD-Stipendiums angefertigt. Er hat damit nicht nur die sonst am Institut laufenden Forschungsarbeiten zum Tunnelbau um ein neues Thema bereichert, sondern auch das Institutsleben durch sein aufgeschlossenes Wesen kulturell bereichert.
Martin Ziegler

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